AUA flog 325 Mio. Euro Verlust ein
Die AUA hat im Jahr 2009 zwar ein besseres Jahresergebnis als 2008 erreicht.
Der Verlust beträgt aber noch immer rund 325 Millionen Euro, der Umsatz brach um ein Fünftel ein. Die Austrian-Vorstände Andreas Bierwirth und Peter Malanik sprechen von einem "alles andere als befriedigenden Ergebnis". Allerdings sehen sie bei einigen Maßnahmen der zweiten Jahreshälfte 2009 auch positive Effekte. Im Ergebnis sind auch Sondereffekte wie die Abwertungen von Flugzeugen und eine Vorsorge für den geplanten Personalabbau enthalten. Der Umsatz der AUA verringerte sich im Jahr 2009 um ein Fünftel auf knapp zwei Milliarden Euro.
Im Jahr 2009 haben die Austrian Airlines rund 9,9 Millionen Passagiere befördert. Das sind um 10,2 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Auslastung lag mit 74 Prozent nur leicht unter dem Wert von 2008.
Besseres Ergebnis erst ab 2011 erwartet Der Vorstand der deutschen Airline Lufthansa geht davon aus, dass die im Vorjahr neu erworbenen Töchter AUA und bmi auch weiter noch Verluste schreiben werden. Ein deutlich besseres operatives Ergebnis erwartet der Vorstand frühestens erst für das Jahr 2011.
Das Einsparungspotenzial durch die Integration der AUA in den Lufthansa-Konzern wird laut Finanzvorstand Stephan Gemkow auf etwa 100 Mio. Euro geschätzt. Bisher hatte das Management lediglich 80 Mio. Euro erwartet.
Bilanz-Belastung durch AUA: 86 Mio. Euro In der Bilanz schlug sich die Erstkonsolidierung der AUA mit einem Unterschiedsbetrag (Badwill) in Höhe von 86 Mio. Euro nieder. Die Lufthansa hat für die AUA rund 166 Mio. Euro an die Streubesitzaktionäre gezahlt. Die ÖIAG erhielt für ihren 41,56-Prozent-Anteil den symbolischen Betrag von 366.268,75 Euro (ein Cent pro Aktie) und einen Besserungsschein, für den - eher unwahrscheinlichen - Fall, dass sich die Lage der AUA drastisch bessert. Die Lufthansa übernahm den Großteil der AUA-Lasten von insgesamt 1,5 Mrd. Euro. Gleichzeitig leistete die Staatsholding einen Zuschuss von 500 Mio. Euro. (red) |
