Mittwoch, September 08, 2010

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Beschäftigungs - Ausblick positiv

Laut einer Umfrage des Personaldienstleisters Manpower unter Personalchefs nimmt die Personalnachfrage zu


10% der heimischen Personalchefs gaben an, im  Frühling zusätzliche Mitarbeiter engagieren zu wollen. Ihnen stehen nur 6% gegenüber, die Personal reduzieren müssen. Mit der derzeitigen Mannschaft kommen 81% aus. 3% sind unsicher.

Für den Manpower Beschäftigungsausblick im 2. Quartal 2010 wurden 751 Betriebe quer durch alle Bundesländer und Branchen befragt. Am größten ist der Personalbedarf in Wien, Salzburg und Tirol. In geringem Maß steigt die Nachfrage in allen Bundesländern bis auf Kärnten, wo weiter Jobs verloren gehen.

Nach Wirtschaftssektoren dominieren die saisonalen Branchen: Bergbau & Rohstoffgewinnung, Land- & Forstwirtschaft und das Bauwesen suchen wieder Leute, ebenso wie der bislang unauffällige Finanz- & Dienstleistungssektor. Auch der Handel und die Sachgüterproduktion senden positive Signale.

In Verkehr & Telekommunikation bleibt die Lage schwierig. Zahlreiche Unternehmen wollen zulegen, ebenso viele müssen abbauen. Auch im Öffentlichen Bereich, der in den letzten Quartalen Personal aufgebaut hat, halten sich im 2. Quartal erstmals Auf- und Abbau die Waage.

"Insgesamt ist die Prognose erfreulich positiv," erläutert Manpower Geschäftsführer Erich Pichorner. "Wirkliche Reduktionen wird es nur in Gastronomie & Hotellerie geben, außerdem erstmals in der Energieversorgung, die in den letzten Quartalen viele Mitarbeiter nachgefragt hat."

Die Beschäftigungsaussichten für Österreich können sich im internationalen Vergleich sehen lassen. Innerhalb Europas gibt es einige optimistischere Länder wie Polen, Schweden und die Schweiz. Die Mehrheit jedoch, allen voran Italien, Spanien und Irland, befürchtet fortgesetzten Stellenabbau.

Die Jobaussichten nach Bundesländern

Im Bundesländervergleich liegt erstmals Wien an der Spitze. Hier planen 15% der Unternehmen, Mitarbeiter aufzubauen. Nur 4% erwarten Kündigungen. Günstig sind auch die Jobaussichten für Salzburg. 16% der Betriebe rechnen mit steigenden Mitarbeiterzahlen. Ihnen stehen 6% gegenüber, die Personalabbau befürchten. Auch in Tirol stehen die Prognosen gut: 14% planen zusätzliches Personal, nur 5% müssen reduzieren.  Erfreulich: Auch in der Steiermark wollen 7% der Betriebe Leute aufbauen, nur 3% müssen kürzen. Denselben Saldo erzielt das Burgenland mit 8% optimistischen und 4% pessimistischen Unternehmen.  Es folgen Oberösterreich (12% rechnen mit Neuaufnahmen, 10% mit Abbau) und Niederösterreich (7% erwarten Neuaufnahmen, 5% Abbau).  Auch Vorarlberg erwartet noch einen leichten Jobüberhang mit 4% aufnehmenden zu 3% reduzierenden Unternehmen.

Der einzig negative Wert wird aus Kärnten gemeldet. Hier planen nur 9% der Unternehmen, zusätzliches Personal einzustellen. Hingegen befürchten 13% Kündigungen.

(apa)

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