Mittwoch, September 08, 2010

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Mag. Maria Mayr, Fussl Modestraße 1/09

Prokuristin Fussl Modestraße

Fussl zählt zu den 500 am schnellsten wachsenden Unternehmen Europas. Ihr Erfolgsrezept?
Wir machen eigentlich das, was viele immer totgesagt haben: Wir sind einfach die gute Mitte. Wir sind nahe am Markt, nahe am Kunden, legen sehr viel Wert auf Personal und sind mittlerweile die einzigen Österreicher, die im Textilsektor eine Rolle spielen Wir sprechen die Familie an, die nicht Diskont kaufen will, aber auch keine High Fashion, sondern das, was man im alltäglichen Leben braucht. Und Sie bewegen sich eher nicht im großstädtischen Bereich. Wir sind in den Bezirksstädten, wir sind auch sehr stark auf der „grünen Wiese“, auf Flächen am Stadtrand, einfach deshalb, weil wir ein Familienanbieter sind. Unsere Kundin hat meist ein bis zwei Kinder mit und braucht einen Parkplatz vor der Haustüre. Wir achten einfach auf Convenience für unsere Kunden, deshalb haben wir auch Kinderspielecken eingerichtet.
Sie sind zuständig für die Ware – wie gehen Sie beim Einkauf vor?
Das Allerwichtigste bei uns ist die Kontinuität, die Verlässlichkeit in der modischen Aussage. Dadurch, dass immer die gleiche Person dahinter steht, ist die Handschrift immer die gleiche. Der Kunde weiß: Beim Fussl bekomme ich modische Ware, die nicht überkandidelt, aber auch nicht „entmodet“ ist. Wir sind ein „Trendsurfer“, wenn sich ein Trend auftut, sind wir nicht die Ersten, aber am Höhepunkt, an der Spitze sind wir dabei, und wenn der Trend abklingt, wenn etwa Diskonter aufspringen, dann springen wir wieder ab.
Sie legen sehr viel Wert auf Ihre Mitarbeiter – was tun Sie für sie?
Wir sind mehrmals für unsere Arbeitszeitmodelle ausgezeichnet worden, weil wir – so weit es geht – flexibel auf die Wünsche der Mitarbeiter eingehen. Und es gibt bei uns in den einzelnen Filialen eine sehr hohe Eigenverantwortlichkeit in der Zeitenplanung. Wenn zum Beispiel eine Kollegin krank ist oder ihr Kind krank wird, springen andere für sie ein. Das
funktioniert recht gut. Es kommt aber auch sehr, sehr viel wieder zurück, die Loyalität ist bei unseren Mitarbeitern sehr stark ausgeprägt.
Ihre Fluktuation ist also gering?
Wir haben aus einem natürlichen Grund eine Fluktuation, weil wir mit jungen Frauen arbeiten und die bekommen eben Kinder. Aber wir haben eine sehr große „Rückkehrerquote“, und das pflegen wir natürlich auch.

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